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Flexibles Schmelzen · Chargenbetrieb
Tiegelinduktionsofen fachgerecht auslegen und modernisieren
Der Tiegelinduktionsofen ist ein flexibles Schmelzsystem. Seine Leistung entsteht aus dem abgestimmten Zusammenspiel von Tiegelgeometrie, Spule, Jochpaket, Frequenz, Umrichter, Kompensation und Betriebsweise.

Ofengröße und Schmelzleistung
Metall, Chargengewicht, gewünschte Schmelzzeit, Warmhalteanteil und Chargenfolge bestimmen Nutzinhalt und Anschlussleistung. Bei der Bewertung werden auch Anfahrbetrieb, Sumpfbetrieb, Temperaturführung und mögliche Metallwechsel berücksichtigt.
Die Badbewegung muss für Homogenisierung und Legierungsarbeit ausreichen, ohne Zustellung oder Oberfläche unnötig zu belasten.
- Eisen, Stahl, Aluminium, Kupferlegierungen
- Chargenfolge und Melt-Rate
- Kipp- und Beschickungskonzept
Spule, Magnetjoch und elektrische Anpassung
Windungszahl, Leiterquerschnitt, Spulenhöhe, Kopplung und Jochanordnung bestimmen Strom, Spannung und Feldverteilung. Mechanische Kräfte, Isolation und Kühlung werden für den vorgesehenen Dauerbetrieb ausgelegt.
Transformator, Umrichter, Kondensatorbank, Leistungskabel und Ofenlast müssen über den gesamten Frequenz- und Betriebsbereich zusammenpassen.
- Spulenstrom und -spannung
- Feldführung und Jochverluste
- Resonanz und Kompensation
Modernisierung bestehender Tiegelöfen
Bei Retrofit-Projekten können Ofenkörper und Infrastruktur häufig weitergenutzt werden. Vorab werden Spule, Joche, Kühlung, Isolation, Kipptechnik, Schutz und elektrische Lastkennlinie aufgenommen.
Der Modernisierungsumfang wird aus Zustand, Ersatzteilrisiko, Energiebedarf und Produktionsziel abgeleitet.
- Ofen- und Lastvermessung
- Umrichter-, SPS- und HMI-Retrofit
- Schutzprüfung und Wiederinbetriebnahme
HBB Induction
Tiegelofen projektieren oder modernisieren
Nennen Sie Metall, Nutzinhalt, gewünschte Schmelzleistung, vorhandene Frequenz und elektrische Anlagendaten.
